Das Verderben kam schleichend und in der Form der Helden meiner frühesten Kindheit. Dabei sollte es doch nur ein Wochenendtrip an die Adria werden. Die Berliner beneiden mich immer um meine Nähe zum Süden. Ins Auto steigen und in ein paar Stunden später schon am Meer relaxen. Pah, seid froh, dass ihr da oben wohnt… der Süden ruinert eucht nämlich finanziell.

Die Barbapapas sind an allem schuld. Ach, wie ich sie liebe: den blauen Wissenschaftsfreak Barbarix, die grüne Musikerin Barbalala, den orangen Bücherwurm Barbaletta, den gelben Tierfreund Barbakus, das rote Sportass Barbawum, den schwarzen Künstler Barbabo, die hübsche, lila Barbabella und natürlich die Familienoberhäupter Barbamama und Barbapapa.

Das Verderben lauerte an der Strandbude gleich gegenüber unseres Hotels. Ich war mit meiner Schwester unterwegs. Auch die mag die Barbapapas sehr- und hat den Spielzeugautomaten voll mit Barbapapa Anhängern entdeckt.

Das_Verderben

Der erste Euro war schnell verschluckt. Nach dem zehnten Mal einwerfen, wollte uns der Budenbesitzer kein Geld mehr wechseln. Nach dem zwanzigsten Mal hatten auch die Tabacchi rund ums Hotel kein Kleingeld mehr für uns. Nach dem etwa 50sten Mal (wir wollten ja schließlich auch von jedem Barbapapa einen haben- und irgendwie kamen immer nur Barbalettas und Barabwums raus) war der Automat leer.

Barbapapas

Aber hey, was solls. Am vorletzten Abend haben wir einen noch viel tolleren Automaten gefunden. Nur zwei Strandbuden weiter. Der hatte auch Barbapapas, noch vieeeel tollere! Für nur 2 Euro pro Kugel kamen die dann nämlich aufblasbar raus. Gleiches Spiel von vorn, aber: Ha, die Kinder in unserem Hotel waren ja sowas von neidisch.

Bo_und_Lala

Jetzt liegen hier in meiner Wohnung gefühlte 287 Barbapapas in allen Ausführungen rum. Und der nächste Wochenendtrip ist mangels Reisebudget erstmal gestrichen.

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